Project Description

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Liebe Frauen und Männer, Engagierte und Freunde, Freundinnen des Frauenmissionswerkes,

Corona in aller Munde. Wo können wir unsere Gedanken in diesen unruhigen Zeiten fokussieren, auf das Eigentliche lenken, ohne immer im Hinterkopf zu haben, wie es weitergehen mag, wann wieder normales Leben möglich sein wird? Ich denke in den letzten Tagen oft: Eigentlich haben wir es doch gut, diese Zeit ist auch eine Chance zur Entschleunigung und des Innehaltens. Doch nicht immer ist es einfach, das Positive zu sehen, und natürlich müssen wir auch ganz besonders auf die schauen, die in diesen Tagen einsamer und schwächer sind als sonst, denen die Ansprache fehlt.

Und was ist mit den Menschen in unseren Projektländern? Auch dorthin wandern meine Gedanken während dieser Corona-Krise sehr oft; mit vielen stehe ich in stetigem Kontakt und Austausch… Wer kümmert sich um sie? Vielerorts fallen die Armenspeisungen weg, die Menschen teilen sich öffentliche Wasserhähne und sanitäre Anlagen, sie leben dicht an dicht; wer zu Hause bleibt, um sich zu schützen, hat bald nichts mehr zu essen. Die menschliche Nähe in soziale Distanz umzuwandeln – in Ländern, in denen gerade das den Alltag ausmacht, schwer umzusetzen; mancherorts erscheint es mir fast realitätsfern. Die Menschen werden ohne Waffen in den Krieg geschickt gegen einen unsichtbaren Gegner. Ganz abgesehen davon, dass die Gesundheitssysteme dieser Länder nicht auf einen Ansturm dieser Größenordnung, wie das Coronavirus sie mit sich bringt, eingestellt sind; vielerorts fehlt es an allem. Wo sind die Begebenheiten, die uns Mut machen im Leben?

Es ist nicht nur Corona, sondern es ist ja auch Frühling: Überall um uns herum blüht und sprießt es, die Natur holt alles raus aus ihrer Trickkiste. Gerne denke ich auch an Begegnungen, die ich in den letzten Wochen hatte: So war ich etwa in Augsburg, um dort über das Häuserbau-Projekt für Witwen in Ruanda zu sprechen, und beim Kunigundentag, dem Diözesanfrauentag im Erzbistum Bamberg, wo ich mit Interessierten über das Frauenmissionswerk ins Gespräch kommen durfte. Außerdem hat die neue Kapelle in unserer Koblenzer Zentrale ein besonderes Erlebnis hinter sich: Wir haben dort gemeinsam Taufe gefeiert, und ich frage mich, ob dieses Raum-Angebot nicht auch für Krabbelgruppen interessant wäre.

Ja, ich spüre immer wieder, dass es so unendlich viele Möglichkeiten und Ideen gibt, auch für uns als Hilfswerk – klein, aber fein, wie wir nun mal sind. Wo sich viele Menschen mit ihren jeweiligen Fähigkeiten einbringen. Immer wieder erlebe ich auch solche Zufälle, die vielleicht gar keine solchen sind. Sondern eingefädelt „von oben“. Soll einfach so sein. Ist das nicht ganz wunderbar?!? Immer wieder bin ich zutiefst dankbar für solche bereichernden Begegnungen, die oftmals wertvoll sind, nicht zuletzt für unsere Arbeit für das Frauenmissionswerk. Aus unserm Girls Mothers-Projekt im Kongo habe ich neulich Videos über die dort geschlüpften Küken erhalten – für mich ein Zeichen von Lebendigkeit und Entwicklung. Passend auch für diese Frühlingszeit, die uns nicht nur unbeschwert sein lässt, aber doch hoffnungsvoll.

In diesem Sinne grüße ich Sie herzlich:
Genießen Sie den Frühling – trotzdem,

Ihre
Margret Dieckmann-Nardmann

Information/Kontakt:

Frauenmissionswerk | Ravensteynstraße 26 | 56076 Koblenz
Telefon: 02 61 / 7 35 96 | E-Mail: frauenmissionswerk@outlook.de
Internet: www.frauenmissionswerk.de

Spendenkonto beider Sparkasse Koblenz:
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