Gaudete, dieser Sonntag ist anders als sonst. Er ruft uns alle zur Freude – zur Vorfreude auf Weihnachten, wenn Gott zu uns kommt, um bei uns zu bleiben, in unserer so unruhigen und unfrohen Welt. Unfroh, weil der Friede weit ist, der Friede im Inneren wie in der Welt um uns. Mitten in diese Welt kommt Gott, um bei uns zu sein.
Die Welt ist doch Gottes Schöpfung, wieso braucht sie dann Erlösung, Versöhnung? Schauen wir uns um in unserer Welt, im kleinen wie im großen Kreis. Was ist da noch in der Ordnung der Schöpfung? Wo Kinder verhungern und bombardiert werden, wo ganze Völker im Meer ertrinken, wo man genau weiß, wie die Erderwärmung gestoppt, die todbringenden Stürme und Fluten beruhigt werden könnten, aber keiner sich traut, es auch zu tun, weil es ja Kosten verursacht und den Reichtum (für wenige, aber Mächtige) verringern würde.
Wenn Gott uns zur Freude aufruft, traut er uns zu, wenigstens in dem Kreis, den wir kennen und so auch verändern können, zum Frieden beizutragen – in der Familie, in der Gemeinschaft, in unseren Beziehungen.
Der erste Schritt zum Frieden ist ein wichtiger Schritt auf Weihnachten zu. Friede auf Erden, das ist das eigentliche Weihnachtslied, in Bethlehem wie überall. Laßt uns anfangen, heute.
Sr. Christeta Hess ADJC
