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Die Frauenbewegung “Ninho” in Bacabel

Seit 40 Jahren gibt es die Frauenbewegung „Ninho“ im brasilianischen Bacabal

Wege finden, in gefährdeten Situationen eine neue Identität voller Respekt, Vertrauen und Wertschätzung aufzubauen – darum geht es unter anderem bei dem Projekt “Ninho”, dem “Nest”, einer unterstützenswerten Frauenbewegung in Bacabal im brasilianischen Bundesstaat Maranhão, der an die Staaten Piauí, Tocantis und Pará grenzt. Im größten Land Südamerikas mit seinen 26 Staaten sowie dem Bundesdestrikt Brasilia ist die Ungleichverteilung, die Schere zwischen Arm und Reich, immens: Als besonders benachteiligt gilt der Nordosten, der auch als Armenhaus Brasiliens bezeichnet wird.

“Ninho” wurde bereits vor mehr als 40 Jahren von der dortigen Franziskanerprovinz in der 105.000-Einwohnerstat Bacabal ins Leben gerufen; längst organisieren sich die Frauen selbst, sind aber auch weiterhin angewiesen auif  und dankbar für Hilfe von außen, die ihnen das im Nordosten oftmals so harte Leben etwas erleichtern kann.

Bei “Ninho” erhalten Frauen – in Brasilien oftmals alleinerziehend – Kurse zur beruflichen Aus- und Weiterbildung: So lernen Schwangere etwa, Kinderkleidung, Windeln und kleine Hängematten für Säuglinge zu nähen; ein weiterer Fokus liegt neben Kochkursen auf der Anfertigung und kunstvollen sowie filigranen Verzierung von Produkten wie Handtücher und Bettwäsche, die zum Verkauf gedacht sind; Kunsthandwerk gilt in Brasilien als wichtige Möglichkeit des Broterwerbs.

Für viele der Frauen, die ins “Nest” kommen, ist das Projekt längst auch zu einem sicheren Hafen mit Gleichgesinnten und einer verlässlichen Gemeinschaft geworden, wo nicht zuletzt Selbstbewusstsein und finanzielle Unabhängigkeit wachsen (können). Frauen, die das “Nest” kennen und schätzen gelernt haben, geben viel von diesen Erfahrungen auch an Andere weiter, womit nicht selten Synergie-Effekte einhergehen.

Ulrike Schwerdtfeger

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