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Hoffnung auf eine gute Zukunft für Teenagermütter und ihre Kinder in Kigali

Ruandas Bevölkerung ist sehr jung. 12 Millionen Menschen bewohnen dieses am dichtesten besiedelte Land Afrikas. Einer Studie von 2016/2017 zufolge sind davon 78 % jünger als 35 Jahre. 27 % Prozent der Bevölkerung sind Jugendliche, 20,4 % sind zwischen 15 und 24 Jahre alt.

Schwangerschaften im frühen Alter sind ein Problem. Die ruandische Menschenrechtsorganisation CLADHO (Collectif des Ligues et Associations de Défense des Droits de l’Homme au Rwanda) hat festgestellt, dass  allein in der Westprovinz Ruandas täglich 25 Mädchen schwanger werden – und das mit steigernder Tendenz. Gründe dafür sind etwa die fehlende Aufklärung in den Familien, die schlechten Lebensbedingungen vieler Familien, aber auch das Selbstverständnis von Mädchen und Frauen.

In der Erzdiözese Kigali leben derzeit 3.500 Teenagermütter – alleinerziehende junge Frauen und Mädchen. Ihre ohnehin prekäre Situation hat sich durch die Corona-Pandemie zusätzlich verschärft, da die Schulen, in denen sie sonst zumindest mit Essen versorgt werden, bereits seit Monaten geschlossen sind.

Um diesen Teenagermüttern zu helfen, hat die Psychologin Laetitia Umulisa mit einem Team junger Frauen aus Kigali ein “Hilfe zur Selbsthilfe”-Pilotprojekt ins Leben gerufen. Sie geht mit einem kleinen Team zu den Mädchen, verteilt aktuell Lebensmittel, die aufgrund der Pandemie sehr knapp geworden sind. So lernen sie und die weiteren Beraterinnen die Mädchen und ihre Lebensgeschichten kennen, bauen Vertrauen zu ihnen auf, ermutigen sie, über die Hintergründe für ihre Situation zu sprechen, hören ihnen zu und motivieren sie dazu, sich dem Projekt anzuschließen und die weiteren Schritte des Programms zu absolvieren.

Dazu gehören etwa Gesprächs- und Diskussionsrunden, in denen die jungen Mütter versuchen, mit Unterstützung selber Lösungen für ihre Situation zu finden, aber auch Schulungseinheiten über Hygiene, Säuglingspflege und Ernährung. Ebenso unterstützen die Beraterinnen des Projektes bei der Arbeitssuche oder der Wiederaufnahme des Schulbesuches.

Im Rahmen des Pilot-Projektes werden zunächst je 25 Personen aus den jeweiligen Gemeinden der Erzdiözese Kigali ausgewählt und zunächst für 6 Monate mit den geschilderten Gruppenaktivitäten und individueller Beratung begleitet.

Seit dem 1. März 2021 gibt es im Gebäude der Caritas der Erzdiözese Kigali ein Büro des Frauenmissionswerkes, von dem aus das Projekt koordiniert wird.

Hauptziele des Projektes:

  • Stärkung des Selbstbewusstseins, Gewinnung von Selbstachtung
  • Eigenverantwortliches Handeln lernen und solidarisches Handeln durch gegenseitige Unterstützung fördern
  • Verantwortung für sich und das Kind übernehmen lernen
  • Verbesserung der Lebenssituation der Teenagermütter und dadurch langfristig des Standards in Ruanda
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