Fasten
entschlacken
entrümpeln
entschleunigen
entlarven

Vielleicht sind das Worte, die die Fastenzeit
als Wegmarken auf Ostern zu setzt.
Echtheit. Wahrheit. Lauterkeit.
Alle Masken dürfen fallen,
die eigene Wahrheit darf ans Licht.

Das Leben entstellt uns manchmal,
wir verstecken uns, und wir haben Angst,
ungewollt entblößt zu werden.

Fastenzeit
Es ist eine Zeit, in der weggenommen wird,
was uns von uns selbst trennt,
von den Anderen, von GOTT.
Vom Leben.

Im Johannes-Evangelium hören wir es.
In der Begegnung mit Jesus, mit seinem Wort
erkennen wir die Wahrheit, sagt er:
„Die Wahrheit wird Euch befreien.“ (Joh 8,32)

Jesus entblößt die Frau am Jakobsbrunnen nicht.
Er schafft es, ihr den Boden des Vertrauens anzubieten,
und die Frau kann sich öffnen.
Bis auf den Grund.

Später wird sie sagen können:
„Kommt her, seht, da ist ein Mensch, der mir alles gesagt hat,
was ich getan habe… (Joh 4,29).

Und sie kann zu sich stehen,
und im Alles-sagen-können wird sie frei für das,
was GOTT ihr schenken will.
Nur Leben, gesättigt von der Liebe und vom Erbarmen.

Alles sagen dürfen, nichts zurückhalten müssen,
was unsere Wahrheit verfremdet:
Dann werden wir heil.
Was ans Licht kommt, wird heil in Gottes Gegenwart.

Ich wünsche uns diesen Mut.