5. Fastensonntag Lesung im Lesejahr A
Ezechiel 37,12b-14
So spricht Gott, der Herr: Siehe, ich öffne eure Gräber
und hole euch, mein Volk, aus euren Gräbern herauf.
Ich bringe euch zum Ackerboden Israels.
Und ihr werdet erkennen, dass ich der Herr bin,
wenn ich eure Gräber öffne und euch, mein Volk,
aus euren Gräbern heraufhole.
Ich gebe meinen Geist in euch,
dann werdet ihr lebendig und ich versetze euch wieder
auf euren Ackerboden.
Dann werdet ihr erkennen, dass ich der Herr bin.
Ich habe gesprochen und ich führe es aus – Spruch des Herrn.

Gedanken dazu von Eugen Nardmann im Rahmen eines Taizégebetes

Das Volk Israel liegt am Boden, es hat die Gebote Gottes missachtet, aber Gott verheißt in Gestalt seines Propheten diesem Volk neues Leben.
Er will mit seinem Volk einen Neuanfang machen, seinen Geist in das Volk hineinlegen und es lebendig machen.
Da, wo Leben ist, ist Gottes Geist und wirkt.

Kennen wir vielleicht das Gefühl, lebendig begraben zu sein, sich wie erstarrt zu fühlen, leblos: alles läuft routinemäßig ab, aber das innere Feuer ist erloschen.
Auf die Frage, „wie geht es dir?“ folgt dann: „Es muss ja“. Da spürt man die Leere, die Aussichtslosigkeit, den Frust.
Wo ist Gottes Geist in mir?
Ist ein Funke spürbar?
Was macht mich lebendig?
Wofür brenne ich?
Wo kann ich neu lebendig werden,
mich neu begeistern?
Ich kann Gott um seinen Geist bitten, darum,
dass er mich neu Leben spüren,
mich neu lebendig werden lässt.
Ich kann aufstehen,
Auferstehung leben im Hier und Heute.

Die Natur zeigt uns wunderbar im Frühling,
dass in scheinbar toten Zweigen und in Zwiebeln in der Erde
Leben steckt
und daraus Knospen und Blüten sprießen

FRÜHLING
Nur ein wenig
Sonne
und Blumen
strecken sich ihr entgegen

Nur ein wenig
Zuwendung
und Menschen
blühen wieder auf

Nur ein wenig…
Günter Grimme, Augsburg